Twitter Nutzer kennen solche Dienste bereits schon. Web-Dienste wie bit.ly verkürzen lange, komplizierte Links zu knappen Verweisen. Dabei protokollieren die genau, wie viele Nutzer wann welche Adressen abrufen. Die technisch relativ schlichten Datenbankdienste werden zunehmend intelligenter und bieten jetzt interessante Möglichkeiten zur Personalisierung. Besonders rege ist der erst im Mai 2008 gestartete Dienst bit.ly.
Bit.ly ist auch ein Tracking-Werkzeug, das von vielen dazu genutzt wird um zu sehen wie oft auf einen Tweet oder einen Facebook-Link geklickt wurde. Wenn man sich kostenlos bei bit.ly registriert, verwaltet der Dienst die Zeitleiste aller verkürzten URLs.
Damit eignet sich die Dienst auch als ein Mittel zur Verwaltung von Lesezeichen im Netz. Mit Hilfe von RSS gibt es zudem die Möglichkeit, diese Zeitleiste mit gekürzten URLs in andere Websites zu integrieren. Weil die Datenbank registriert, wie oft eine verkürzte Adresse aufgerufen wurde, um die Anfrage an das eigentliche Ziel weiterzuleiten, zeigt bit.ly auch Statistiken zur Verwendung der Kurz-URL an. Auch werden die Tweets aufgelistet, in denen die Kurz-URL auftaucht.
Täglich 150 Millionen Klicks auf bit.ly-Links
Statt der kryptischen Kurzform kann man auch einen aussage kräftigeren Begriff wählen, der dann der Hauptadresse bit.ly angehängt wird. Weil hier viele Begriffe schon besetzt sind, sollte man dabei etwas kreativ sein und zum Beispiel zwei Begriffe mit einem Unterstrich verbinden. Diese Dienst wird jeden Tag mehr als 150 Millionen Mal genutzt. Davon entfalle inzwischen nur noch ein geringer Bruchteil auf Twitter.
Bedenken gibt es durchaus weil man oftmals der verkürzten Adresse nicht ansieht, welche Seite sich dahinter verbirgt. Allerdings führen die geschrumpften Internetadressen von Kurz-URL-Diensten offenbar seltener zu schädlichen Inhalten als befürchtet. Aus einer Studie der US-Firma Zscaler geht hervor, dass 0,06 Prozent der Kurz-URLs zu Web-Seiten mit bösartigem Code führen