Die Datenschutzdebatte scheint wieder an Fahrt zu gewinnen. Vor allen in Bezug auf “Datenkrake Google” scheinen die Datenschützer wieder verstärkt ihre Augenmerk zu setzen. Neben deren strikte Ablehnung von Google Analytics kommen jetzt auch zum teil Forderungen Google als gesamt agierende Internet Unternehmen zumindest stärker an die Kandare zu nehmen. Da Google eine Menge Daten sammelt und diese auch in Bezug auf Nutzung ein Quasi Monopolstellung vorweisen kann, sind solche Forderungen recht populär. Schließlich wollen die Datenschützer die breite Öffentlichkeit von ihren Nutzen überzeugen, es geht ja schließlich um Steuergelder. Auch wenn deren Argumente in Bezug auf Google durchaus auf viel wahren beruhen, ist diese Diskussion doch ein wenig einseitig. Warum geht es keine entsprechende Empfehlungen wie man sich schützen kann?
Ganz so hilflos ist man nämlich nicht von diese Sammelwut ausgesetzt. Es gibt ein paar einfache Vorkehrungen die jeder Internet Nutzer verwenden sollte um es zumindest schwierige zu machen entsprechende persönliche Profile erstellen zu können.
Cookies Zumindest sollte eure Browser so eingestellt werden das nach Beendigung einer Sitzung alle Cookies gelöscht werden. Ansonsten haben diese durchaus ein Lebensdauer zwischen ein paar Tage und bis zu 18 Monate. Ganz auf Cookies zu verzichten wäre zwar theoretisch die beste Lösung, nur würde dies nicht viel Freude mehr beim Surfen bringen.
Google Dienste Alle Google Dienste z.B iGoogle, Gmail & Co benötigen ein Google Account. Da hier zumindest Name und Email bekannt sind, bietet diese eine wunderbare Möglichkeit entsprechende persönliche Profile erstellen zu können. Zwar wird man nicht so ohne weiteres auf solche Dienste verzichten können, jedoch sollte jeder die Tatsache bewusst sein das ihr hier selber dabei behilflich seit persönliche Daten von Google erheben zu lassen. Am besten ist die Strategie – möglichst wenig solche Dienst zu nutzen und wenn auch nach deren Nutzung sich wieder ausloggen. Besonders problematisch sind wenn ihr bei eingeloggten Google Account auf entsprechende AdSense Anzeigen klickt oder Seiten besucht die Analytics nutzen. Nur ist hier der Seitenbetreiber der so was nutzt nicht in erste Linie in der Pflicht hier was zu machen, sondern auch die Besucher müssen sich ein paar Gedanken dazu machen. – Ein Ausloggen aus den eigene Google Account verbunden mit eine manuelle Löschung der Cookies bewirkt meist schon Wunder.
Chronik löschen (Browserverlauf) Auch diesen sollte regelmäßig gelöscht werden, damit nicht zu viel Spuren hinterlassen werden. Geht entweder automatisch oder ist mit ein paar Klicks erledigt.
Proxy Server verwenden Wer auf sicher gehen will der kann auch ein Proxy Server nutzen beim Surfen. Hier wird dann statt die eigene IP Adresse, die von zwischengeschalteten Server gezeigt so das eine gewissen Verschleierung möglich ist. Nachteil bei diese Lösung ist die Tatsache das eure Ladezeiten steigen weil mehr Protokolle gesendet werden müssen. Auch bietet ein Proxy keine 100% Sicherheit in Bezug auf Anonymität.
Java Script ausschalten Wäre an und für sich eine tolle Möglichkeit zumindest Analytics zu umgehen. Wer kein Java Script benutzt der wird auch nicht von Analytice erfasst. Nur ist eure Surfvergnügen ohne Java Script zumindest eingeschränkt – Meine Empfehlung eher ein theoretische Möglichkeit ohne Praxisbezug.
Schon alleine mit diese paar Verhaltensweisen könnt ihr viel dazu beitragen das Datensammler (nicht nur Google) es zumindest nicht so leicht haben entsprechende persönliche Profile erstellen zu können. Letzten endlich habt ihr auch eine eigene Verantwortung für euren tun im Netz und könnt nicht nur auf andere zeigen.
Die größte Gefahr für den Datenschutz im Internet sitzt nämlich vor die Tastatur – nämlich der Mensch.
Auch wenn manche sicherlich eine andere Meinung in Bezug auf Datenschutz haben, muss festgestellt werden das es praktisch keine Möglichkeit mehr gibt sich hundert Prozent dagegen zu wehren – außer wenn ihr überhaupt kein Internet mehr nutzt. Selbst wenn Google stärker an die Kandare genommen wird und Analytics verboten wäre, ist die Gefahr noch nicht verbannt. Es gibt jeder Menge andere Weg wie Daten gesammelt werden und auch der Staat ist durchaus recht eifrig beim Datensammeln.
Daher wäre es auch mal an die Zeit ein wenig mehr Sachlichkeit in diese Debatte einzuführen und vor allen verstärkte Aufklärung wie man sich schützen kann statt nur nach Verbote zu fordern. Ganz schutzlos ist man nämlich nicht im Internet und wie ich schon beschrieben habe, gibt es durchaus ein paar Möglichkeiten sich auch zu schützen.