Wie viel andere Webseiten und Blogs nutze auch ich Google Analytics als Statistik Tool um meine Besucherzahlen und deren Verhalten überprüfen zu können. Die hat nichts mit übertriebene Neugier von meine Seite zu tun, sondern dient eher die Kontrolle wie mein Blogs insgesamt bei den Besuchern ankommt. Jeder Webmaster wird ein Interesse daran haben eine Analyse über den Besucherverhalten zu machen, weil nur so letzten endlich ein wirklich gute Seite überhaupt möglich sein kann. Trotzdem haben viele Besucher bedenken weil diesen Daten auch von Google gespeichert werden und daher wohl eine anscheinende Gefahr vom Datenmissbrauch zumindest für den Laien erkennbar wäre. An geheizt wird diese Diskussion durch manche deutschen Datenschützer die oftmals in Ermangelung der wahren Gegebenheiten hier noch zusätzliche Ängste schüren wollen. Mit diesen Artikel will ich ein wenig Klarheit in diese Diskussion bringen und somit auch die Möglichkeit eröffnen das jeder Besucher darüber Bescheid weiß was eigentlich beim Internet Nutzung geschieht.
IP Adresse
Die ist quasi die Adresse anhand von den eure Computer erkannt werden kann. Sobald ihr mit den Internet verbunden seit bekommt ihr von euren Internet Provider eine IP Adresse zugeteilt. Diese wird benötigt damit ihr überhaupt entsprechende Inhalte im Internet aufrufen könnt. Ohne IP Adresse gibt es also kein Internet. Dies ist zwar eine vereinfachte Erklärung aber es bringt den wahren Kern hinter eine IP Adresse an den Tag.
Speicherung von IP Adressen
Sobald ihr eine x beliebige Internetseite aufruft, wird eure IP Adresse in die entsprechende Logfiles vom Server erfasst. Dies gescheit auch wenn keiner entsprechende Statistik Tool verwendet wird. Wer also wirklich nicht will das eine IP Adresse auftaucht der muss wohl ganz aufs Internet verzichten. Viele andere Möglichkeiten gibt es nicht.
Kann man mit die IP Adresse alleine mein Computer bestimmen?
Die Antwort hierauf ist ein klare NEIN: Zwar kursieren immer wieder Geschichten herum die einem weismachen wollen das es reichen würde mit eine IP Adresse den genauen Standort von ein Nutzer bestimmen zu können. Dies entspricht aber nicht die Wahrheit. Zwar können die Strafverfolgungsbehörden mit Hilfe der IP Adresse den genauen Standort von ein Computer bestimmen aber hierzu brauchen die, die Mithilfe vom Internet Provider die zusätzliche Daten dazu benötigen um den Standort bestimmen zu können.
Alleine mit eine IP Adresse geht es nicht. Zwar könnte hierdurch grob die Region bestimmt werden wo den Internet Nutzer sich aufhält aber selbst den genauen Stadtteil bestimmen zu können, wäre alleine damit schon fast unmöglich.
Was ist eine dynamische IP Adresse?
Private Internet Nutzer bekommen bei jeder Verbindung mit den Internet eine IP Adresse zugeteilt. Diese wird dynamisch vergeben und wechselt daher bei jeden neuen Zugriff ins Internet. Selbst wer 24 lang im Internet ist, wird durch die Zwangstrennung nach spätestens 24 Stunden eine andere IP Adresse zugeteilt bekommen. Schon alleine diese Tatsache sorgt dafür das deren Wert für wahren Datensammler nicht so hoch ist, wie auf den ersten Blick gedacht.
Gibt es Ausnahmen?
Ja, viele Unternehmen haben eine feste IP Adresse die immer gleich bleibt, nur sind dahinter alle Computer und nicht nur einer. Selbst wer deren Standort in Erfahrung bringen könnte, wüsste nicht mit welche Computer hier eine bestimmte Seite aufgerufen würde.
Kann Google ein Profil von mit erstellen?
Unter gewisse Umstände schon, nur muss man schon selber aktiv sein um Google behilflich zu sein, ein eindeutigen Profil erstellen zu können. Wer z.B ein Google Account hat um vielleicht Gmail nutzen zu können und während seine Internet Nutzung weiterhin eingeloggt bleibt bei Google der kann durchaus schon eher dabei behilflich sein ein persönlichen Profil von sich so erstellen zu lassen so das andere schon eher damit was anfangen können.
Ähnlich sieht die Sache aus wenn ihr z.B iGoogle verwendet um die Suchmaschine zu personalisieren. Da hierfür auch ein Account nötig ist, könnte auch hier zumindest leichter eine persönlichen Profil erstellt werden.
Mit die alleinige Nutzung der Suchmaschine ohne Anmeldung mit ein Account funktioniert es aber nicht. Soviel zu Entwarnung.
Damit hat es schon jeden Nutzer selber in der Hand in wie weit er/sie seine Daten preisgibt. Ein wenig muss appelliert werden an den eigenen Verhalten. Einfach weil man selber zu fahrlässig umgeht und dann bei anderen den Schuld suchen zu wollen geht nun mal nicht.
Was glaubt ihr was für eine Menge Daten ihr preisgibt bei Nutzung von Kundenkarten? Hier regt sich keiner auf weil ein meist lächerlichen Rabatt winkt. Dabei wissen die Betreiber alles über eure Einkaufsgewohnheiten.
Gibt es Alternativen zu Google Analytics?
Ja nur sind diese Alternative meist nicht so genau was in Bezug auf die Zahlen betrifft und die meisten Alternativen speichern auch die IP Adresse. Somit sind diese keine Lösung um diesen Punkt umgehen zu können.
Aber selbst wenn keine entsprechende Statistik Tools verwendet werden, hinterlässt ihr beim Internet Nutzung Spuren. Wer hier wirklich vollkommene Anonymität will der muss gar kein Internet nutzen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht.
Was ist also von diese Debatte zu halten?
Hier nutzen manche Datenschützer den Aufhänger IP Adresse um irgendwelche Ängste schüren zu können. Dies scheint zur Zeit eine Art Mode zu sein, dabei wird oftmals Wunsch und Wirklichkeit vermischt. Zwar wird die IP Adresse gespeichert und dies meist unabhängig ob Analytics verwendet wird oder nicht. Aber aufgrund der dynamische Vergabe und die Tatsache das alleine damit der Standort nicht bestimmt werden kann, ist die Gefahr schon weitgehend minimiert worden.
Die theoretische Gefahr die dann noch herrschen kann ist meist so gering das diese leicht zu vernachlässigen ist. Nur wer selber aktiv Google behilflich ist kann diesen Gefahr erzeugen. Nur hierzu ist jeder selber aufgerufen sein Verstand zu nutzen und nicht mit Halbwahrheiten zu hantieren.
Zwar bin auch ich den Monopol von Google im Internet schon ein wenig skeptisch gegenüber gestellt, jedoch sehe ich hier keine so hohe Gefahr des Datenmissbrauchs bei Nutzung von Google Analytics. Eher sehe ich eine Scheindebatte die von manchen geführt wird, ohne das die überhaupt richtig wissen was wirklich passiert.
Ich hoffe mit diese Erklärung der Tatsachen ein wenig Klarheit in diese Debatte gebracht zu haben
ich habe kein google analytics. das liegt weniger daran, dass ich es nicht installieren will sondern eher daran, dass ich für meine 3 besucher nicht brauche. ich nutzte nur die interne wordpress statsitik.
Schöner Artikel!
“Speicherung von IP Adressen
Sobald ihr eine x beliebige Internetseite aufruft, wird eure IP Adresse in die entsprechende Logfiles vom Server erfasst. Dies gescheit auch wenn keiner entsprechende Statistik Tool verwendet wird. Wer also wirklich nicht will das eine IP Adresse auftaucht der muss wohl ganz aufs Internet verzichten. Viele andere Möglichkeiten gibt es nicht.”
==> Man sollte noch hinzufügen, dass die IP-Adresse trotzdem nicht GESPEICHERT werden muss, nachdem der Besuch zu Ende ist. Das ist aber Standard bei den meisten Website-Servern und auch bei Google. Ich glaube, sie speichern sie 3 Monate lang, angeblich, um bei Datenverlust schneller Daten wiederherstellen zu können.
Man sollte außerdem noch hinzufügen, dass Google Analytics (GA) explizit in seinen Datenschutzbestimmungen sagt, dass die über GA erhobenen Daten NICHT mit den Daten von anderen Google-Services zusammengebracht werden.
Warum rennen bloß alle dieser Nebelkerze “IP-Adresse” hinterher? Von “wo” aus sich ein Benutzer ins Internet einloggt, ist doch zur Profilerstellung völlig irrelevant. Den Benutzer wiederzuerkennen ist entscheidend. Und dazu nutzen Google (und alle anderen) diverse Methoden: Die meisten Dienste setzen dabei auf Cookies oder Cookie-ähnliche Technologien, um dem Benutzer eine ID zu verpassen. Selbst das Löschen der normalen Cookies hilft hier wenig, wenn sog. Super-Cookies zum Einsatz kommen – also nicht-direkt-löschbare Cookies in Flash und Co. Nicht weiter verwunderlich ist auch, dass jeder Chrome Browser eine eindeiútige ID besitzt.
Sehr oberflächlicher Artikel und die IP soll die Ursache allen Übels sein?? Muss Kommentator Oliver vollkommen Recht geben. Außerdem erstellt Google sehr wohl Profile – das wissen wir doch alle, oder???
Was die Alternativen anbelangt: Freilich gibt es die – und zwar selbstverwaltet. Beispielsweise arbeitet chCounter sehr gut mit WordPress zusammen.
http://chcounter.org/
Dann gibt es auch noch das Semmelstatz-Plugin für WordPress. Davon halte ich aber nicht so viel – ich bevorzuge chCounter. Es verlangsamt WordPress nicht so sehr, wie es beispielsweise Semmelstatz macht.
Eine eigene Datenbank muss für chCounter angelegt werden und in den WordPress-Footer ein Code integriert werden, der dann die Schnittstelle zwischen WordPress und chCounter ist.
Warum der Krake Google auch noch freiwillig alles in den Rachen schmeißen?? Völlig unsinnig…
@Dr. S.: Also sorry, das bisschen, was man mit chcounter machen kann, ist doch im Vergleich zu Google Analytics echt lächerlich. Außerdem ist die Installation (eigene Datenbank anlegen etc.) aufwändiger als bei Google Analytics…
Zwar sagt Olivier zu Recht, dass IP-Adresse eine Nebelkerze ist, aber sie ist die einzige Information, bei der der Nutzer nicht selbst entscheiden kann, ob er sie weitergibt oder nicht. Ich persönlich finde Cookies deutlich weniger problematisch: Der User kann sie, wenn er paranoid ist, blocken und sie sind hängen NICHT an einer IP-Adresse. Nur über ein Cookie kann man also niemanden persönlich identifizieren, sofern man die Cookie-Daten nicht mit anderen Diensten zusammenführt, wo man personenbezogene Nutzerdaten hat, z.B. wenn ich auf einer Google-Analytics nutzenden Website bin und gleichzeitig bei Gmail eingeloggt bin.
Ich gebe euch in so weit recht das es durchaus ein paar bedenken bei der Nutzung von Analytics gibt. Sicherlich beziehen sich diese nicht allein aus die IP Adresse aber auch die angesprochene Cookies sind alleine gesehen auch nicht den alleinige Problem.
Eigentlich hat es jeder in die eigene Hand es zumindest zu erschweren das entsprechende persönliche Profile so einfach erstellt werden können. Neben die bereits angesprochene Sache mit ein Google Account, reicht es meist das nach eine Sitzung alle Cookies gelöscht werden und eure Chronik auch gelöscht wird. Zwar bestehen immer noch Möglichkeiten das entsprechende Profile erstellt werden können nur können schon alleine durch diese Vorkehrungen vieles an Sicherheit gewonnen werden.
Bevor vielleicht manche kommentieren, “das nützt doch nichts” nur so viel. Ja ich weiß auch das es immer noch andere Möglichkeiten offen stehen entsprechende Profile zu erstellen und man hier in viele Bereiche wohl nur wenig ausrichten kann. Nur sollte jeder der auf Analytics eindrischt die Tatsache bewusst sein das auch WordPress Plug Ins wie Aksiment und Stats com auch Daten weiter leiten. Ein vollkommene Schutz wird es höchsten geben wenn ihr überhaupt kein Internet nutzt. Nur wer will dies wirklich?
Auch wird eigentlich nur in Deutschland von den Datenschützer solche heiße Diskussionen in Bezug auf Aanlytice geführt. Zwar sehen andere Länder z. B Frankreich auch die Sache kritisch nur wird hier auch versucht den Bürger so weit aufzuklären wie es sich am besten schützen kann, statt immer nur lautstark ein Verbot zu verlangen.
@Lukas:
Was kann denn Google Analytics mehr als chCounter???? Schonmal den Administrationsbereich von chCounter angesehen? Es kommt eben auf die Einstellungen an. Alle zur Verfügung stehenden Daten können ausgewertet werden.
Und der ganz große Vorteil von chCounter: ECHTZEITDATEN!!!
Google Analytics hat gegenüber chCounter nicht nur den Nachteil, dass es ein externer Dienst ist, den ich nicht auf dem eigenen Webspace/Server installieren kann, sondern setzt zum Zählen der Besucher JavaScript ein, so dass alle Besucher ohne bzw. mit deaktivierten JavaScript nicht erkannt werden. chCounter kann dagegen auch als reines PHP-Skript verwendet werden.
Im Übrigen ist die Tendenz absehbar, dass Google Analytics in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht dem deutschen Datenschutzrecht gerecht wird.
Auch noch erwähnenswert: …und dann gibt es noch eine OpenSource-Alternative, die sehr umfangreich ist und mit Google-Analytics mithalten kann und auf dem eigenen WebServer installiert wird: http://piwik.org/
Muss nochmals sagen, dass für den Artikel mangelhaft recherchiert wurde. Kann es sein, dass der Autor nicht so recht Ahnung hat von dem, was er da geschrieben hat????
Unter der Überschrift “Gibt es Alternativen zu Google Analytics?” erwarte ich, dass mir Software aufgezeigt wird, die zumindest Ähnliches leisten kann – stattdessen nur ein Statement, dass es eigentlich keine wahre Alternative zu Google-Analytics gibt. Das mag für extern verwaltete Statistiktools gelten, nicht aber für selbstverwaltete Statistiktools.
Wer im Internet auch noch mit seinem Blog Geld verdienen will und über SEO und dergleichen quatscht, sollte doch wohl auch in der Lage sein, ein selbstverwaltetes Statistiktool auf seinem WebServer zum Laufen zu bringen. Die Installation solcher Programme sind mittlerweile überhaupt kein Hexenwerk mehr…
Du erwähntest auch noch, dass WordPress-Plugins wie Akismet und Stats ebenso Daten weiterleiten. Ja, vollkommen richtig – deswegen benutze ich sie auch nicht. Auch hierfür gibt es nämlich sehr gute Alternativen…
…und dann gibt es noch eine OpenSource-Alternative, die sehr umfangreich ist und mit Google-Analytics mithalten kann und auf dem eigenen WebServer installiert wird: http://piwik.org/
Muss nochmals sagen, dass für den Artikel mangelhaft recherchiert wurde. Kann es sein, dass der Autor nicht so recht Ahnung hat von dem, was er da geschrieben hat????
Unter der Überschrift “Gibt es Alternativen zu Google Analytics?” erwarte ich, dass mir Software aufgezeigt wird, die zumindest Ähnliches leisten kann – stattdessen nur ein Statement, dass es eigentlich keine wahre Alternative zu Google-Analytics gibt. Das mag für extern verwaltete Statistiktools gelten, nicht aber für selbstverwaltete Statistiktools. Wer im Internet auch noch mit seinem Blog Geld verdienen will und über SEO und dergleichen quatscht, sollte doch wohl auch in der Lage sein, ein selbstverwaltetes Statistiktool auf seinem WebServer zum Laufen zu bringen. Die Installation solcher Programme sind mittlerweile überhaupt kein Hexenwerk mehr…
…und dann gibt es noch eine OpenSource-Alternative, die sehr umfangreich ist und mit Google-Analytics mithalten kann und auf dem eigenen WebServer installiert wird: http://piwik.org/
Muss nochmals sagen, dass für den Artikel mangelhaft recherchiert wurde. Kann es sein, dass der Autor nicht so recht Ahnung hat von dem, was er da geschrieben hat????
Unter der Überschrift “Gibt es Alternativen zu Google Analytics?” erwarte ich, dass mir Software aufgezeigt wird, die zumindest Ähnliches leisten kann – stattdessen nur ein Statement, dass es eigentlich keine wahre Alternative zu Google-Analytics gibt. Das mag für extern verwaltete Statistiktools gelten, nicht aber für selbstverwaltete Statistiktools.
Wer im Internet auch noch mit seinem Blog Geld verdienen will und über SEO und dergleichen quatscht, sollte doch wohl auch in der Lage sein, ein selbstverwaltetes Statistiktool auf seinem WebServer zum Laufen zu bringen. Die Installation solcher Programme sind mittlerweile überhaupt kein Hexenwerk mehr…
Eigentlich wollte ich einen längeren Kommentar posten und weitere Alternativen aufzeigen – aber der Webmaster hat wohl eine Zeichenbegrenzung festgesetzt. Nunja, kann man machen – es sollte aber zumindest darauf hingewiesen werden. Was ist denn das hier für ein Laden???
Also hier eine sehr gute Google-Analytics Alternative: http://www.piwik.org
Kann natürlich auch sein, dass wegen dem Link der Kommentar erst in eine Warteschleife gestellt wurde. Kann man auch machen – aber auch in diesem Falle sollte dann eine entsprechende Meldung erscheinen, damit der Kommentator nicht im Dunkeln tapst und womöglich doppelt und dreifach postet (so wie ich), weil er denkt, dass irgendwas anderes nicht stimmt.
Seit einiger Zeit ist ein Tool in aller Munde, das sich zwar noch in der Beta-Phase befindet, aber schon jetzt als ein neues Referenzsystem gefeiert und mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht wird: Piwik, das Nachfolgesystem von phpMyVisits, ist Open Source und könnte sich zu einer ernstzunehmenden kostenlosen Konkurrenz für Google Analytics entwickeln. Zwar bietet Piwik (noch) nicht die Funktionentiefe wie Google und hat auch noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, was offensichtlich dem recht frühen Entwicklungsstadiums geschuldet ist. Die Vorteile von Piwik liegen dennoch auf der Hand: Das Tool wird auf dem eigenen Server installiert und das Script sendet keinerlei Daten an Dritte. Zudem erstellt Piwik Live-Statistiken und verfügt über eine Programmierschnittstelle, die es Entwicklern erlaubt, eigene Plug-ins zu programmieren und das Tool an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und funktionell nach Belieben zu erweitern, was auf zahlreiche Extensions und eine schnelle Weiterentwicklung hoffen lässt.
Dass man eine Profilerstellung und die Verknüpfung zu realen Personen im Zweifelsfall nicht unterbinden kann, darüber sind wird uns wohl einig. Dass der geneigte Nerd sich dagegen einen Hauch besser schützen kann als Otto-Normal-Surfer sehe ich auch. Aber mal ehrlich: wann hast Du in Deinem IE das letzte Mal manuell die Datei settings.sol aus den Untiefen des Dateisystems gelöscht (Stichwort Super-Cookies) oder wie oft hast Du den Privatsphäremodus im Browser zwei Klicks zu spät aktiviert? All die Schutzmaßnahmen, die man theoretisch ergreifen kann, sind im Normalfall nicht alltagstauglich.
Gefühlte 99% aller Surfer treffen leider keine fundierte Entscheidung für oder wider Google-Analytics – sie sind sich der Thematik nämlich überhaupt nicht bewußt. Ich mache Google zum Vorwurf, genau das schamlos auszunutzen und die Verantwortung auf den Benutzer abzuwälzen (“dieser könne sich ja schützen”).
Die doppelten Posts von mir können ruhig gelöscht werden. Dachte, dass irgendwas nicht funktioniert hat, aber das war nur die Rückhaltefunktion, wenn ein Link mit im Kommentar ist.
BetterPrivacy verhindert zusätzlich noch DOM-Cookies und verwaltet die Flash-Cookies automatisch – löscht sie bspw. beim Browserstart, beim Beenden oder löscht die Flash-Cookies individuell nach vorgegebener Zeit.
Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wieviele Leute wann und aus welchem Land, welche Seiten besucht haben. Auch zu beobachten, welche Begriffe zu welchem Zeitpunkt vermehrt gesucht wurden, finde ich interessant, da man so das Ohr am Puls des Internets hat.
@Mareike: Ja, richtig. Dazu braucht man aber nicht Google-Analytics.
Die Datenschützer gehen bezüglich Analytics in erster Linie gegen Shops vor. Und da gibt es auch keine Abmahnung, wie so viele befürchten, sondern ein Schreiben mit der Bitte Analytics vom Shop zu entfernen, bis die Rechtslage endgültig geklärt ist. Auf meinem Shop habe ich kein Analytics mehr laufen – da ich sowieso im äußerst abmahngefährdeten Lebensmittel-Bereich stecke ist mir das zu gefährlich. Unsere Abmahnanwälte kommen auf die verrücktesten Ideen und am Ende hat man den Salat und kann Zeit und Geld investieren um nicht bezahlen zu müssen…
“Google Analytics hat gegenüber chCounter nicht nur den Nachteil, dass es ein externer Dienst ist, den ich nicht auf dem eigenen Webspace/Server installieren kann, sondern setzt zum Zählen der Besucher JavaScript ein, so dass alle Besucher ohne bzw. mit deaktivierten JavaScript nicht erkannt werden. chCounter kann dagegen auch als reines PHP-Skript verwendet werden.”
==> Das sehe ich gerade als zwei essentielle Vorteile. Kein riesiger zusätzlicher Webspace/Server nötig. Keine Rechenleistung nötig für die komplexen Segmentierungen, die man mit Analytics recht schnell dank der Google-Rechenleistung machen kann. Keine nervigen Debatten mit den ITlern, die einem das Ganze erst mal konfigurieren, installieren müssen etc.. Man muss eine eigene DATENBANK EINRICHTEN!!! Daran werden schon 90% aller Webmaster scheitern. Jeder ist froh, wenn er sich Features ohne IT-Hilfe einrichten kann. Das geht bei Tag-basierten Tools wie Analytics recht einfach (ins Header-Template einen Code einfügen), bei chcounter & co. nicht.
Und heute haben 99% der User Javascript. Es kommt ja in der Web-Analyse nicht darauf an, Besucher einzeln zu zählen oder gar GENAU zu wissen, wie viele Besucher es sind, sondern um Trends und Klickmuster, Vergleiche der Effektivität von Kampagnen im Hinblick auf Konversionsraten etc… Wenn die Daten zu 90% korrekt sind (bei GA gehe ich bei korrekter Einrichtung von 90-95% aus), dann reicht das locker aus, um die allermeisten Entscheidungen für gewaltige Verbesserungen an seiner Website zu treffen.
Viel schwerer ist es für Tools, die auf Logfile-Basis arbeiten, die ganzen Roboter rauszufischen, die Ergebnisse verfälschen. Bei Analytics muss ich mir darüber keine Gedanken machen, die allerwenigsten Roboter arbeiten mit Javascript und sind damit automatisch draußen. Außerdem werden mit chcounter keine Seitenzugriffe erfasst, die durch Betätigen der häufigsten Navigationshilfe zustande kommen: Den Zurück-Button. Denn in diesem Fall wird die Website aus dem Cache geladen und kein Logfile-Eintrag gemacht. Alles Gründe, die für Analytics sprechen.
Der einzige Grund, der m.E. derzeit für Tools wie chcounter und gegen Analytics spricht, ist die Datenschutzdebatte darüber.
Hmm.. ein nachdenklich machender Artikel, die ganze Datenmacht in einer Hand ist schon beängstigend!
“Zwar sagt Olivier zu Recht, dass IP-Adresse eine Nebelkerze ist, aber sie ist die einzige Information, bei der der Nutzer nicht selbst entscheiden kann, ob er sie weitergibt oder nicht.”
Stimmt. Und es ist die einzige Information, die exakt nichts mit Dir in Verbindung bringt, es sei denn, man ist eine Telefongesellschaft. IP ist eine temporäre Geräteidentifikation. Und “Gerät” meint gerade mal die Netzwerkschnittstelle, nicht mal den Rechner. (“Proxy” ist kein SF-Blockbuster aus den 70ern)
http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse
Und nicht nur das, teilweise versorgen ISP’s ganze Straßenzüge mit nur einer IP nach draußen, so dass man darüber nichts, aber auch wirklich nichts von Belang erfahren könnte.
Würdet Ihr über die MAC-Adresse reden, könnte man das ja noch irgendwie nachvollziehen. aber die per HTTP-Request zu bekommen, dürfte für John Doe problematisch werden. Wobei.. hat schonmal jemand in den FLASH-Code/Traffic geschaut? ^^
“Nur über ein Cookie kann man also niemanden persönlich identifizieren”
Stimmt nicht. Nur über Cookies kann man HTTP-Benutzter eindeutig identifizieren. (Falsch, es gibt noch andere Methoden – SessionID’s etc. – denen zwar das selbe Prinzip zugrunde liegt, die aber idR nicht über Domaingrenzen und erneutem Besuch hinweg funktionieren)
http://de.wikipedia.org/wiki/Cookie
Na? Cookies von Drittanbietern anyone? Und schonmal festgestellt, dass nach Herausnahme der Dritten gefühlte 80% aller Kommentarfunktionen (“Web2.0″) nicht mehr gehen? Ein Schelm…
Google (u.a.) trackt mit der Erlaubnis der Webmaster jeden einzelnen Klick der User mit unterschiedlichen Techniken, bei denen die IP nur rudimentär zum Einsatz kommt, da keinerlei Aussagekraft dahinter steckt. Und da sich die Seuche mittlerweile flächendeckend ausgebreitet hat, ist nahezu _lückenloses_ Profiling möglich. Durch die Besuchsdauer einer Webseite und den nächsten Klick (weiter oder zurück) wird das Bild dann was Bildung, sexuelle Vorlieben, Lesegeschwindigkeit, Reizauslöser, Schlafbedarf, Dauer des Toilettengangs und Höhe des Einkommens angeht, schnell stimmig. Die Verknüpfung mit dem Mailaccount ist da nur gewinnmaximierendes Beiwerk mit wenig Aussagekraft über die Person. Wer bezieht Willensbildung, Entertainent, Recherche, Wissen, Glauben und Bewusstsein schon über E-Mail?
Effektivste Lösung: hosts-Datei, da systemweit. Ansonsten Firefox mit AdBlock-Regeln. Und dafür darf auch gerne mal nach tollen Sachen wie “hosts google-analytics” und “hosts flattr paypal facebook” gegoogelt werden.
Installation von (FOSS-) Alternativen nicht Behindertengerecht – verzeihung Appstore-tauglich? Nur Du allein bestimmst, ob Dir Deine Bequemlichkeit oder die Privatsphäre Deiner Nutzer (und auch Deiner) oder auch die uneingeschränkte Macht von Konzernen mehr am Herzen liegt.
Tja, war eigentlich auf der Suche nach einem knackigen Artikel zu den einzelnen Technologien des Usertracking per Google-Analytics – und dann dieser Totalschaden hier…
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