Social Media wird vollkommen überbewertet

Diese recht provokante Überschrift soll dabei behilflich sein eine ernsthaft Analyse über den wahren Wert von Social Media in alle Bereichen zu prüfen. Seit gut 3 Jahren ist Social Media in alle Munde und viele bezeichnen diese als einer Art Wunderwaffe die heute geradezu so notwendig ist wie ein Telefon. Gewiss sind die Möglichkeiten die mithilfe von ein entsprechend gut durchdachte Strategien auch in die Praxis umsetzbar sind nicht zu verachten. Nicht umsonst sind so viele auf die diversen Soziale Netzwerk Plattformen unterwegs und auch Riesen wie Google machen sich schon durchaus Gedanken ob Facebook denen wohl ein gehörigen Anteil vom Markt streitig machen kann. Trotzdem ist Social Media doch in viele Aspekte noch unterentwickelt wie folgende Beispiel verdeutlichen.

Nutzung nur von eine Minderheit

Selbst Facebook als einer der Großen hat mit rund 400 Millionen durchaus nur ein bescheidenen Anteil an die Gesamt Nutzer vom Internet. Grob geschätzt nutzen weltweit 3 Milliarden regelmäßig das Internet und somit hat Facebook bisher ein Anteil von rund 13% erreicht. Bei andere Plattformen ist deren Anteil noch niedriger.

Viele können mit den Begriff Social Media nichts anfangen

Auch wenn viele die geradezu täglich sich mit diverse Social Media Plattformen es sich nicht vorstellen können die Fakten sprechen für sich. Rund 2/3 der Internet Nutzer können mit den Begriff Social Media oder Soziale Netzwerke nichts anfangen. Dabei sind hierunter nicht nur ältere sondern durchaus viele Altersgruppen zu finden. Zwar können die Mehrheit der unter 25 jährigen mit Social Media was assoziieren aber schon bei der Gruppe der 25 bis 35 jährige lassen diese Zahlen nach.

Social Media als Wunderwaffe im Bereich Marketing

Auch wieder so eine Aussage die eine eingehende Prüfung und sorgfältige Analyse oftmals nicht standhalten kann. Sicherlich bietet gute Social Media Marketing (SMM) eine gute Chance sich von andere absetzen zu können. Auch sind die Chancen hierdurch eine gesteigerten Maas an Aufmerksamkeit für ein Produkt/Dienstleistung oder Unternehmen zu erreichen gegeben. Nur ist es recht schwer diesen Erfolg auch eindeutig belegen zu können.

Weil SMM als indirekte Form des Marketings gilt, können hier keine verlässliche Zahlen über den hierdurch erzielten zusätzlichen Umsatz gezogen werden. Selbst wenn durch entsprechende SSM ein mehr an Umsatz erreicht worden ist, kann dies zumindest teilweise auf andere Faktoren zurück zuführen sein die nichts mit Social Media zu tun haben.

Ja nach persönliche Präferenz für diese Form des Marketings werden die Ergebnisse entweder für oder gegen SMM gestellt. Eine eindeutige und belegbare Aussage lässt sich nicht so ohne weiteres daraus leiten.

Social Media gilt als Hype

Auch diese Aussagen kann man nicht ganz unter den Tisch fallen lassen. Ob Social Media wirklich so erfolgreich ist wie manche behaupten lässt sich nicht so ohne weiteres sagen. Eines ist aber Gewiss – es wird ein gewisse Hype über diesen Thema gemacht so das viele meinen sie würde was verpassen wenn sie nicht mitmachen würden. Auch diese ist einer der Faktoren warum manche hiervon Feuer und Flamme sind während andere durchaus zumindest nach den wahren Nutzen fregen.

Warum ist diese Artikel so negativ gegenüber Social Media?

Negativ soll diese Artikel nicht werden, aber durchaus ein paar Anstöße geben die gesamte Thematik rund um Social Media doch ein wenig kritischer zu hinterfragen. Gewiss steigt die Nutzung der diverse Plattformen immer weiter und auch im Bereich Kosten bieten sich durchaus viele Vorteile.

Ob die aber wirklich den Weisheit letzte Schluss ist und vor allen ob diese Marketing Form wirklich so funktioniert wie oftmals angepriesen darf zumindest nachgefragt werden.

Ich glaube durchaus das ein gute SMM Konzept durchaus viele Vorteile und auch ein Mehr an Umsatz bringen kann. Ob dies aber wirklich für jeder Branche gleich wichtig ist und vor allen welche Umfang an Arbeit hierfür notwendig ist, lässt sich nicht so einfach sagen.

Eines ist aber sicher, gute SMM bedeutet ein deutlichen Maas an Arbeitszeit die erstmals aufgebracht werden muss. Auch gehören hierzu zumindest fundierte Kenntnisse wie Social Media so läuft, weil ohne solche Kenntnisse wohl möglich mehr Schaden als Nutzen erzeugt werden kann.

Wenn diese Artikel zum nachdenken anregt hat dann habe ich zumindest mein Ziel erreicht.

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5 Antworten auf Social Media wird vollkommen überbewertet

  1. Mario Hieber sagt:

    Hypes sind immer gefährlich, weil viele darin ein “Allheilmittel” sehen und blind der Masse hinterher rennen … Social Media ist meiner Meinung nach eine hervorragende Möglichkeit Inhalte zu promoten und Kontakte zu pflegen … trotzdem sollte man es nicht überbewerten!

  2. waelti sagt:

    Zwiespältig…

    In manchen Bereichen ist Social Media sicher noch Hype. Und eben keine Wunderwaffe. Was Medien (verschiedenster Art) darstellen – wie wichtig denn nun Social Media ist, muss nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

    Facebook nur 13%? Mag sein. Problem dabei ist, neulich war so eine Diskussion: die Jungen bloggen nicht (mehr). Die sind bei Facebook. Ob da der Prozentsatz der ‘Blogger’ gesunken ist, das wage ich zu bezweifeln. Diese Generation wird fast nur mit ‘Social Media’ gross. O.K. Blog’s muss man da auch mit zurechnen. Statusmeldungen auf Facebook oder Twitter sind aber beliebter. Viele haben das Bloggen wohl nicht aufgehört, sondern nicht damit angefangen.

    Bis in 5 oder 10 Jahren sind viele dieser Twitter, MySpace, FaceBook-Nutzer Häuslebauer. Und Eltern.

    Könnte schon sein das manche Unternehmen – die eben Social Media als reinen Hype betrachten – dann dumm aus der Wäsche kucken. Menschen ziehen nunmal Schlüsse auf die Zukunft indem Sie aktuelles und vergangenes projizieren. Direktwerbebriefe gibts höchstwahrscheinlich in 10 Jahren weniger als heute. Fanpages (oder was dann eben aktuell ist) vermutlich dann aber mehr. Und die FacebookGeneration wird MEHR als jetzt Informationen im Internet suchen.

    Wohl nicht nur die reine Information. Sondern vermehrt die Empfehlung von ‘Bereitsproduktbesitzern’ – wie findet ihr xyz. Erste Tendenzen dass Produkte – die früher noch im Geschäft ‘angefasst’ wurden – über’s Netz verkauft werden können, die gibt es schon.

    Der Käufer von solchen Anfass-Produkten wird aber auf die eine oder andere Weise dieses ‘Selbst-Anfassen’ ersetzen. Da wird wohl schon Social-Media ins Spiel kommen.

  3. webSimon sagt:

    Nach mir liegen sowohl Social Media “Marketing-Spezialisten” als auch deren Kritiker oft falsch:

    Meine Generation ist mit Social Media aufgewachsen, wir sind momentan nicht ausschlaggebend. Der Punkt geht also an die Kritiker.

    Allerdings definiert sich ein “Hype” ja dadurch, dass er wieder abklingt. Das ist aber schlicht falsch. Social Media ist Medium, dass eben vorwiegend von jüngeren Menschen eingesetzt wird, warum sollten diese damit aufhören, wenn sie älter sind und im Querschnitt der Gesellschaft die kaufkräftigste Gruppe sind?

  4. Veronika sagt:

    Der einzig gute Blog ist für mich:
    http:www.pseudolus.de

    Dieser Blog ist einfach nur hammerhart…

  5. Ihre Kritik in allen Ehren, aber ich finde sie zu pessimistisch und zu kurz gedacht. Erinnert mich an ähnliche Aussagen Mitte der 90er zum Thema Web. Und an ein paar Jahre später, als die Krise der dot-com Firmen nicht selten mit einer Krise des Internets verwechselt wurde.

    Das Besondere an Social Media Marketing ist ein Paradigmen-Wechsel in der Kommunikation. Es kommt in diesen Kanälen nicht auf das Verkünden einer Werbe-Botschaft an, sondern darauf, mit den Konsumenten in einen realen Dialog auf Augenhöhe zu treten. Und das in aller Öffentlichkeit!

    Darin sind sehr viele Unternehmen und Marketer (und viele andere auch) ungeübt. Denn letztendlich bedeutet das, dass die Kontrolle über das Bild einer Marke oder eines Produktes nicht mehr alleine in den Händen der Marketer liegt, sondern vielmehr bei den Konsumenten. Dies war zwar auch schon vor den Sozialen Medien der Fall, gewinnt aber durch sie viel stärker und rasant an Bedeutung.

    Social Media Marketing ist aufwändig. Vor allem ZEIT-aufwändig, in allen Phasen (Zuhören, Verstehen, Beteiligen, Mitteilen, Auswerten). Der eigentliche Dialog, der ist an Menschen gebunden, da gibt es keine Automatisierung und jeder Fake wird laut und stark bestraft.

    Der Einsatz dieses Marketing-Instrumentes ist – wie andere auch – abhängig vom Unternehmen, seinen Leistungen und seinem Umgang mit Medien etc. Es kommt auf das richtige Konzept für das jeweilige Unterenhem an. Wer Social Media Marketing als Allheilmittel verkauft hat nichts verstanden. Da wird sich in der nächsten Zeit die Spreu vom Weizen trennen, die Bauernfänger von den Profis.

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